Entwicklung     
Das 1. Lebensjahr           Die Sprachentwicklung





Sprechen lernen −
die ersten eigenen Gedanken

Voraussetzungen für eine normale Sprache

  • Ein optimales Gehör
  • Entwicklung der Nervenbahnen von und zum Sprachzentrum im Gehirn
  • Funktionieren der Sprechmuskulatur
  • Vollständige Anlage der zum Sprechen notwendigen Organe (Zwerchfell, Lippen, Zunge, Rachen, Stimmbänder)

Funktion der Sprache

  • Sie ist unser wichtigstes Kommunikationsmittel
  • Sie ermöglicht uns abstrakte Denkprozesse

  

Die sensible Phase

  • Wird der Grundstock nicht gelegt, kann es nicht mehr zu einer differenzierten Sprache kommen
  • Zwischen dem 6. Monat und dem 5. Lebensjahr ist das Kind am besten bereit, Sprache zu erlernen
  • Hörstörungen müssen im ersten Halbjahr erkannt und behandelt werden

Entwicklungsschritte

  • 6 Monate: erste Lautbildung, z.B. Gurrlaute
  • 8 Monate: Silbendopplungen wawawa bababa dadada gagaga
  • 1 Jahr Mama, Papa, Wau-wau, Auto, Oma, Opa.
  • Ammensprache. Lallsprache.
  • 2. Lebensjahr: Symbollaute werden durch ständige Wiederholungen gelernt, z.B. ist jedes 4-beinige Tier ein wau-wau
  • Erste Denkleistung
  • Wortverständnis vor aktiver Sprache
  • 2 Jahre Zwei-Wort-Sätze", z.B. Papa, ham-ham, Mama Auto
  • Aktiver Sprachschatz von 30-100 Worten
    Sprachverständnis beruht auf Intuition, kurze Sätze mit deutlicher Zuwendung
  • Verneinungen sind abstrakt, nichts" kann man nicht anfassen
  • Verbote werden nur langsam verinnerlicht, abhängig von der Entwicklung der linken Gehirnhälfte

Fördermöglichkeiten

  • Nicht zu schnell und zu perfekt sprechen, aber auch nicht Falsches übernehmen
  • Manche Kinder profitieren von Übungen der Mundmuskulatur
  • Steckspiele und Perlen fädeln unterstützen die Geschicklichkeit der Hände
  • Fingerspiele
  • Bilderbücher
  • Bilderkärtchen, Memoryspiele
  • Lieder-und Bewegungsspiele
  • Kindertelefon
  • Wortneuschöpfungen honorieren