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Gerade Frühgeborene brauchen einen kompletten Impfschutz, die Belastung für das Immunsystem
ist geringer als man sich vorstellt. Beim Kontakt mit der Umgebung kommen die Kinder mit
Hunderten Keimen in Berührung, für deren Antikörperbildung das Immunsystem in Gang gesetzt
wird. Bei den empfohlenen Kombinations-Impfungen werden bis zu 6 abgetötete Antigene
verabreicht, also bei weitem weniger auf einmal, als das Kind bei einmal Abschlecken der
Hand in sich aufnimmt. Durch die Kombinationen spart man Lösungsmittel, das jedes Mal mit injiziert werden muss und schmerzhafte Einstiche. Leider gibt es keine ungefährliche Schluckimpfungen, die dem Kind Injektionen ersparen könnten. Für alle Früh- und Neugeborenen sind besonders die Pertussis-Bordetellen (Keuchhustenerreger) gefährlich, sie führen hier nicht zu Husten, sondern zu Atemstillständen mit oft fatalen Folgen. Hüten Sie ihr Kind vor hustenden Erwachsenen, sie sind ungeimpft und husten nicht Keuchhusten typisch. Damit wird die Krankheit verkannt und kann für noch ungeimpfte Säuglinge gefährlich werden. Je früher der Impf-Beginn, desto früher profitiert das Kind vom Schutz. Die ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts empfiehlt für alle Neugeborenen:4x Tetanus-Diphtherie-Pertussis-Polio-Hämophilus B-Hepatitis B-Impfung
mit 2, 3, 4 und 12 Monaten Zusätzlich wird für Frühgeborene die Immunisierung gegen Pneumokokken empfohlen parallel zur
6fach-Impfung mit 2, 3, 4 und 12 Monaten. |